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Filtration

Die Wahl der richtigen Filtersorte für eine analytische Separation hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Den chemischen und physikalischen Eigenschaften der zu filtrierenden Probe müssen genauso Rechnung getragen werden wie der nachfolgenden Analyse bzw. Weiterverarbeitung des Niederschlages oder des Filtrates. Die Beantwortung der folgenden Fragen kann dabei helfen, eine sichere Auswahl zu treffen:

Wichtige Fragen zur Auswahl der richtigen Filtersorte:
  • Steht eine Filtration oder Absorption (Tränkung, Probensammeln), Blotting oder Chromatografie an? Entsprechende Produktgruppe mit darauf ausgerichteten Eigenschaften wählen!
  • Klarfiltration (Weiterverwendung der Flüssigkeit) oder Trennfiltration (Analyse der gewonnenen Partikel)? Bei der Klarfiltration sollen alle Partikel entfernt werden. Bei der Trennfiltration sollen nur die Partikel mit der richtigen Größe gewonnen werden. Die Rückhalterate muss entsprechend gewählt werden!
  • Welche Größe haben die zu isolierenden Partikel? Papiertyp mit passender Rückhalterate wählen!
  • Was bedeutet das Rückhaltevermögen von z.B. 12–15 μm? Das Papier hält Partikel der Größe 12 μm nur zum Teil, aber ab 15 μm und größer vollständig zurück. Sollen alle 12 μm Partikel gewonnen werden, muss eine Rückhalterate von z.B. 8–12 μm gewählt werden.
  • Soll Luft filtriert werden? Bei Luft eignen sich Glasfaser-Papiere oft besser, da sie eine höhere Durchlässigkeit haben, aber dennoch mit einem Partikelrückhalt bis 1 μm.
  • In welcher Menge liegen die Partikel vor? Dickes Papier trägt mehr Partikel als ein dünnes!
  • Welches Volumen hat die Probe? Für große Volumen im Labortrichter eignen sich gekreppte Papiere besser wegen der größeren Filteroberfläche - unabhängig von der Filtrationszeit bedingt durch den Partikelrückhalt in μm.
  • Welcher pH und Druck liegen vor? Bei hohem Druck oder Vakuum und/oder extremen pH-Werten eignen sich die Hartfiltrierpapiere besser als normal nassfeste Sorten.
  • Welche Temperatur und Viskosität liegt vor? Hoch viskose Proben sollten erwärmt werden, um die Viskosität zu erniedrigen!
  • Welche ist die optimale Filtersorte? Die mit einer vollständigen Abscheidung der Ziel-Partikel bei akzeptabler Filtrationsgeschwindigkeit.

Die wichtigsten Filtersorten:
  • Aschefreie Filterpapiere für die quantitative Analyse sind mit Säure gewaschen und mit Wasser neutralisiert. Sie sind frei von Mineralien und Metallionen, ideal für die Bestimmung von Spurenelementen (im Mittel 0.004 % Asche), gravimetrische Routine-Tests und Probenvorbereitung zur instrumentellen Analyse.
  • Hochreine Filterpapiere für die qualitative Analyse sind wegen der hohen Reinheit (Aschegehalt im Mittel 0,08 %) empfohlen zur präzisen Bestimmung von Substanzen und zur Probenvorbereitung für empfindliche Nachweismethoden. Diese zuverlässigen Papiere sind bestens geeignet für: Lebensmittelkontrolle, Getränkeanalyse, Umweltmonitoring.
  • Glasfaser-Filter mit und ohne Binder eignen sich besonders für die Kontrolle von Luft- und Wasserverschmutzung. Hohe Durchflussgeschwindigkeit und hohe Luftdurchlässigkeit, extrem geringer Gehalt an Metallen und gute Stabilität bei hohen Temperaturen sind die wesentlichen Unterschiede zu Papierfiltern.
  • Extraktionshülsen aus Cellulose oder Glasfaser bieten eine zuverlässige und schnelle Analytik in der Lebensmittelkontrolle und Umweltmonitoring. Geeignet für Soxhlet, Tecator oder ähnliche Geräte, zur Extraktion bestimmter Bestandteile aus Feststoffen mit einem geeigneten Lösungsmittel. Die gleichmäßige, hohe Porosität der Hülsen sichert einen schnellen Durchfluss.

Tipp zum idealen Filterdurchmesser
Durchmesser des Filtertrichters d1 in mm vs. empfohlener Durchmesser d2 Rundfilter doppelt gefaltet (oder Durchmesser Faltenfilter)

Quelle: Informationszentrum für Labortechnik GmbH: Laborkatalog. 17. Ausgabe. Berlin 2020. S. 702.
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