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Die Anwendung der Dip Slides 

Dip Slides sind Nähbodenträger, die für die Bestimmung der Gesamtkeimzahl (GKZ) von Bakterien und Pilzen verwendet werden. Sie ermöglichen die hausinterne Überwachung des Hygienestatus durch das Testen von Flächen, Flüssigkeiten und Pulvern. Auf einem Nährbodenträger befinden sich zwei unterschiedliche Agarflächen. Es handelt sich um einen TTC-Agar und einen Rose-Bengal-Agar. Die Beprobung mit zwei unterschiedlichen Nährböden auf nur einem Probenträger ermöglicht eine doppelte Beprobung in nur einem Arbeitsschritt. Durch die kurze Inkubationszeit der Bakterien, Pilze und Hefen liegen die Testergebnisse innerhalb von wenigen Tagen vor.

Bestellung und Lieferung

Bestellen Sie Ihre Dip Slides ganz einfach in unserem Shop und erhalten Sie Ihre Ware bereits innerhalb weniger Tage. Die Dip Sildes werden geliefert, ohne dabei den Kühlkreislauf zu unterbrechen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer verringerten Haltbarkeit auch bei hohen Temperaturen minimiert. 

Lagerung 

Dip Slides müssen kühl bei konstanten Temperaturen gelagert werden. Unser Dülabo Mini-Kühlschrank bietet Ihnen dafür optimale Bedingungen. Starke Temperaturschwankungen, sowie Abweichungen von der empfohlenen Lagerungstemperatur werden vorgebeugt und die Wahrscheinlichkeit für eine Unbrauchbarkeit der Dip Slides wird minimiert.

Um einen nutzungsfähigen Zustand der Dip Slides zu gewährleisten, müssen diese dunkel und kühl bei 8-15°C gelagert werden. Eine Unterschreitung dieser Temperatur kann zu einer Zerstörung der Nährböden führen. Diese Auswirkungen werden durch optische Veränderung sichtbar. Die Oberfläche der Nährmedien kann schrumpfen oder Risse sowie Eiskristalle entwickeln. Bei einer Überschreitung der empfohlenen Temperatur, kann es zu einer beschleunigten Alterung der Nährböden und somit zu einem verfrühten Verfallsdatum kommen. Temperaturschwankungen durch falsche Lagerung können zu der Bildung von Kondenswasser im Lagerungsröhrchen führen. Klares Kondenswasser beeinflusst die Nährmedien nicht, sodass diese weiterhin verwendet werden können. Wenn das Kondenswasser jedoch eine leichte pink/rötliche Färbung hat, ist dieses von Bakterien befallen und der Dip Slide für eine Beprobung unbrauchbar.

Dip Slides sind ab dem Zeitpunkt der Herstellung in der Regel sechs Monate haltbar. Nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums liefern die Dip Slides keine verlässlichen Ergebnisse mehr und dürfen aus diesem Grund nicht verwendet werden. Außerdem dürfen nur ungeöffnete Dip Slides verwendet werden, die auch durch ihr äußeres Erscheinungsbild zuverlässig für eine Probe erscheinen. In seltenen Fällen kann es zu einer Kontamination der geschlossenen Dip Slides kommen, da diese zwar keimarm, jedoch nicht vollkommen steril produziert werden können. In beiden Fällen dürfen die Dip Slides nicht mehr für den Nachweis der Gesamtkeimzahl verwendet werden.

Um eine geeignete, konstante Lagerungstemperatur sicherzustellen, empfehlen wir Ihnen unseren Mini-Kühlschrank. Die Dip Slides werden dadurch bis zu ihrer Anwendung bei optimalen Temperaturen gelagert. Starke Temperaturschwankungen, sowie Abweichungen von der empfohlenen Lagerungstemperatur werden vorgebeugt und die Wahrscheinlichkeit für eine Unbrauchbarkeit der Dip Slides wird minimiert.

Probenahme

Dip Slides dienen der hausinternen Überwachung des Hygienestandards und können in unterschiedlichsten Branchen angewendet werden. Verwenden Sie die Dip Slides zur Beprobung von Oberflächen, Flüssigkeiten, Pulvern oder hochviskosen Proben. Zu einer ordnungsgemäßen Beprobung dürfen nur ungeöffnete Dip Slides verwendet werden, welche das Haltbarkeitsdatum nicht überschreiten und keine optischen Auffälligkeiten haben. Die Beprobung sollte immer von der selben Person durchgeführt werden und es wird davon abgeraten, zwischen Herstellern zu wechseln.  Zur Probenahme wird der Nährbodenträger aus dem Lagerungsröhrchen entnommen, indem vorsichtig an dem weißen Kunststoffgriff gezogen wird. Dabei muss sichergestellt werden, dass der Nährboden nicht in Kontakt mit der Haut oder anderen Oberflächen kommt, um eine vorzeitige Kontaminierung auszuschließen.

Das Testen von Flüssigkeiten

Bei dem Testen von Flüssigkeiten wird der Nährbodenträger fünf bis zehn Sekunden in das Prüfmedium eingetaucht. Anschließend muss die überschüssige Flüssigkeit gut abtropfen, dabei darf der Nährbodenträger nicht geschüttelt werden. Gegebenenfalls kann der untere Trägerrand mit einem Filterpapier oder Tuch abgetupft werden.

Das Testen von Flächen

Bei dem Testen von Flächen werden beide Agarflächen nacheinander (Verlinkung zu „beidseitige Probennahme“) fünf bis zehn Sekunden auf die zu untersuchende Fläche gedrückt. Dabei darf der Nährbodenträger nicht auf der zu testenden Stelle verrutschen, um eine Verfälschung der Beprobung zu vermeiden. Um die gesamte Agarfläche zu erreichen, dürfen die Kunststoffränder des Trägers leicht gebogen werden. Zur Hilfe können die oben und unten liegenden Kunststoffflächen des Nährbodenträgers berührt werden. Wichtig ist, dass die Agarfläche bei diesem Vorgang nicht mit der Hand oder anderen Oberflächen berührt wird, um vorzeitige Kontamination zu vermeiden.

Das Testen von hochviskosen Medien und Pulvern

Bei dem Testen von hochviskosen Medien und Pulvern wird mit Hilfe eines sterilen Wattetupfers ein Abstrich der Probe genommen und anschließend auf den Agarflächen gleichmäßig verteilt. Für jede Agarfläche eines Nährbodenträgers ist ein neuer Abstrich notwendig.

Anschließend wird der Nährboden wieder in das Lagerungsröhrchen zurückgesteckt, und gut verschlossen. Der Dip Slide darf nach der Probenahme nicht mehr geöffnet werden, damit er nicht von Bakterien oder Pilzen aus der Luft zusätzlich verunreinigt wird, und um ein Gesundheitsrisiko auszuschließen. Der gesamte Testvorgang sollte möglichst schnell erfolgen, um sicherzustellen, dass die Nährböden nicht von Mikroorganismen aus der Luft oder durch anderen Kontakt kontaminiert werden. Das Lagerungsröhrchen kann anschließend mit Hilfe der beiliegenden, selbstklebenden Etiketten beschriftet werden. Diese werden mit Probenbezeichnung, Datum und Uhrzeit der Probenahme, sowie der Probenahmequelle versehen.  

Inkubation 

Die Inkubation der Dip Slides kann bei Raumtemperatur oder mittels Brutschrank stattfinden. Um eine kontinuierliche Bruttemperatur zu garantieren und den Ablauf der Inkubation zu beschleunigen, empfehlen wie Ihnen die Anwendung eines Dülabo Mini-Brutschrankes. Hierdurch werden konstante Bebrütungstemperaturen geschaffen, wodurch genauere Ergebnisse bei der Bebrütung der Dip Slides erreicht werden.

Die Inkubation von Bakterien 

Der Bakterienbefall ist bei einer Bebrütung bei Raumtemperatur, die bei ca. 20°C liegen sollte, nach in etwa zwei bis drei Tagen ablesbar. Bei einer Bebrütung mittels Brutschrank, bei ca. 27-30°C, können die Ergebnisse in etwa ein bis zwei Tage abgelesen werden. Um sicherzugehen, dass alle Bakterienkolonien in der Auswertung einbezogen wurden, kann die Bebrütungsdauer ggf. um ein bis zwei Tage verlängert werden. Die Dip Slides sollten ggf. mehrmals täglich kontrolliert werden, um die Entwicklung zu beobachten und zu dokumentieren. Der Befall kann zusätzlich mit Fotos festgehalten werden. Bei einer zu langen Bebrütung kann es möglicherweise zu einer Verfälschung der Ergebnisse kommen, indem schnell wachsende Keime langsamer wachsende Keime überwachsen.

Die Inkubation von Pilzen und Hefen 

Die Auswertung des Pilzbewuchs kann bei einer Bebrütung bei Raumtemperatur, die bei ca. 20°C liegen sollte, nach in etwa vier bis fünf Tagen erfolgen. Eine Bebrütung mittels Brutschrank findet bei ca. 27-30°C statt, diese dauert in etwa drei Tage. Die Dip Slides sollten ggf. mehrmals täglich kontrolliert werden um die Entwicklung zu beobachten und zu dokumentieren. Der Befall kann zusätzlich mit Fotos festgehalten werden. Treten gehäuft Fadenpilzbefälle auf, sollten diese in einem staatlich anerkannten Labor ausgewertet werden.

Auswertung

Mit Hilfe der Dip Slides lässt sich eine semi-quantitative Auswertung ausführen. Somit kann festgestellt werden, ob und in welcher Größenordnung sich Bakterien und Pilze am Probenahmeort befinden. Diese Auswertung sollte, wie bei der Beprobung, von einer festgelegten Person durchgeführt werden, um konstante Ergebnisse zu erhalten. Mittels dem bei der Ware beiliegendem Auswertungsbogen kann ein optischer Vergleich durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine vereinfachte Darstellung der Kulturen. Die dadurch ermittelten Ergebnisse liefern einen ungefähren Schätzwert der Gesamtkeimzahl und können nicht als absoluten Wert behandelt werden.

Die Auswertung von Bakterien 

Bei der Bestimmung der Gesamtkeimzahl wird die Anzahl der Bakterienkolonien anhand des Auswertungsbogen sowie der Regressionstabelle geschätzt. Die Größe der Kolonien ist nicht relevant. Die Unterlagen zur Auswertung finden Sie beiliegend der Ware.

Bakterien sind Einzeller und vermehren sich durch fortgesetzte Zellteilung. Durch den Zusatz des Indikators TTC im gelben Nährboden werden die Bakterienkeime deutlicher sichtbar. Diese wachsen als rote Kolonien und erleichtern die Auswertung. In seltenen Fällen können Kolonien farblos und nur mittels Lichtzufuhr erkennbar sein. Bei der Bestimmung der Gesamtkeimzahl sind alle Kolonien zu berücksichtigen. Die Auswertung der Gesamtkeimzahl der Bakterien erfolgt in KBE/ml (Koloniebildende Einheit pro Milliliter).

Des Weiteren kann es auch zu einem völlig farblosen Bewuchs oder zu einem konfluenten Bakterienbewuchs kommen, der als gleichmäßig farblose oder rote Oberfläche auftritt. Wenn nicht erkennbar ist, ob ein Bewuchs vorliegt, kann der bebrütete Dip Slide mit einem unbenutzten Dip Slide verglichen werden.

Die Auswertung von Pilzen und Hefen 

Pilze sind mehrzellige Organismen, die häufig fadenförmig wachsen. Sie vermehren sich, indem sie ihren Zellkörper flächig ausbreiten, wodurch Geflechte und Verzweigungen entstehen können. Sie können wollige Kolonien bilden, bestehend aus Pilzfäden, sogenannten Mycel und Fruchtständen, die eine weitere einfache Unterscheidung ermöglichen. Die Bestimmung der Keimzahl von Schimmelpilzen erfolgt durch die Abschätzung, ob gar kein, schwaches, mäßiges oder starkes Wachstum vorliegt.

Hefen sind Einzeller und gehören zu der Gattung der Pilze. Sie vermehren sich durch fortgesetzte Zellteilung und gleichen von ihrem Aussehen Bakterienkolonien. Sie bilden runde, buckelige und glanzlose Kolonien, teilweise mit Ausläufern. Die Bestimmung der Gesamtkeimzahl von Hefen erfolgt wie bei Bakterien. Es wird die Anzahl der Kolonien anhand des Auswertungsbogens geschätzt. Die Größe der Kolonien ist nicht relevant.

Auf dem Rose-Bengal-Agar kann sich ein reiner Fadenpilz-, Hefe- oder Mischbewuchs entwickeln. Der Mischbewuchs lässt sich an einem gleichzeitigen Fadenpilz- und Hefebewuchs auf dem Rose-Bengal-Agar erkennen. Des Weiteren lässt sich in einzelnen Fällen ein Fadenpilzbewuchs über den gesamten Probenahmeträger feststellen, bei dem auch der TTC Agar von Pilzen bewachsen wird. Dies kann besonders bei einer zu langen Bebrütungsdauer auftreten. In solchen Fällen ist die Beprobung nicht auswertbar.

Entsorgung 

Nach Benutzung und Auswertung der Dip Slides müssen diese ordnungsgemäß entsorgt werden. Bitte beachten Sie dabei, dass der Dip Slide nach Benutzung nicht geöffnet werden darf, um ein Gesundheitsrisiko auszuschließen. Aus diesem Grund raten wir von der Behandlung der Dip Slides mit Desinfektionsmitteln ab. Bei dem Einlegen der Dip Slides in Desinfektionsmittel müsste das Lagerungsröhrchen geöffnet werden, wobei gesundheitsschädigende Mikroorganismen in die Luft gelangen können. Um dieser Gefährdung zu entgehen, empfehlen wir Ihnen die gebrauchten Nährböden in beschrifteten, selbstversiegelten Kanistern zu sammeln um diese dann anschließend gesammelt zu entsorgen. Dafür empfehlen wir Ihnen unsere Dülabo-Entsorgungsfässer. Die Entsorgung kann mittels Zuführung in den Hausmüll erfolgen, unter der Bedingung dass dieser nachweisbar in einer Verbrennungsanlage entsorgt wird. 

Anwenderbeispiele: 

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